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So gestaltest Du Deinen Garten bienenfreundlich


Bienen und andere Bestäuberinsekten spielen eine Schlüsselrolle für den Erhalt der Biodiversität. Jeder kann einen Beitrag dazu leisten, die kleinen Tiere zu schützen und zu unterstützen — allem voran bei der Nahrungssuche. Wir erklären Dir, wie Du Deinen Garten oder Balkon insektenfreundlich gestalten kannst.

Welche Insekten suchen Nahrung in meinem Garten?

Wir alle kennen die Honigbiene, die in der Obhut von Imkern und Imkerinnen lebt und unseren Honig produziert. Weniger bekannt sind die Wildbienen, von denen es in Deutschland ungefähr 560 verschiedene Arten gibt. Über die Hälfte dieser Arten sind vom Aussterben bedroht. Monokulturen in der Landwirtschaft, Pestizide und Schädlinge setzen den Bienen stark zu. Dabei sind sie dafür verantwortlich, dass unsere Supermarktregale gefüllt bleiben – sie tragen maßgeblich zu der Bestäubung unserer Nutz- und Kulturpflanzen bei. Weitere Bestäuberinsekten sind Hummeln, Schwebfliegen, Wespen, Käfer und Schmetterlinge. All diese Insekten kannst Du unterstützen, in dem Du ihnen in Deinem Garten ein vielfältiges Nahrungsangebot und Nistgelegenheiten bietest. Wir zeigen Dir, wie das geht.

Welche Pflanzen sind bienenfreundlich?

Bienenfreundliche Pflanzen erfüllen vor allem zwei Faktoren: Sie bieten eine große Menge Nektar oder Pollen und haben eine lange Blütezeit. Zudem ist die Unterscheidung zwischen gefüllten und ungefüllten Blüten relevant. Die meisten duftenden Zierpflanzen, die wir auf dem Balkon oder im Beet anpflanzen, haben gefüllte Blüten. Bei gefüllten Blüten sind die Pollen und der Nektar für die Bienen entweder nicht erreichbar oder die Blüten enthalten gar keine wertvollen Pollen oder Nektar. Geranien und Chrysanthemen zum Beispiel sehen für uns zwar üppig und ansprechend aus, sind für Bienen als Nahrung aber wertlos. Am besten setzt Du bei der Auswahl bienenfreundlicher Pflanzen auf heimische Arten. Damit die Tiere ganzjährig versorgt sind, solltest Du früh-, mittel- und spätblühende Pflanzen kombinieren. Als Grundregel gilt: Je größer die Artenvielfalt an Blüten im Garten, desto besser für die Bienen. Gleichzeitig kannst Du Dich an der Farbenpracht erfreuen.

Neun bienenfreundliche Pflanzen im Überblick:

1. Besonders bienenfreundliche Bäume sind der Apfelbaum, der Kirschbaum, die Weide und die Linde. Die blühenden Obstbäume locken die Bienen im Frühjahr an, während Linden im Sommer eine gute Nahrungsquelle bieten.

2. Bienen freuen sich, wenn Du den besonders pollenreichen Löwenzahn auf Deinem Rasen stehen lässt.

3. Lavendel verströmt nicht nur für Dich einen herrlichen Duft, sondern zieht auch Bienen und Hummeln an.

4. Wildstauden sind ebenfalls eine hervorragende Nahrungsquelle für Bienen. Dazu zählen zum Beispiel die Fetthenne, die Kugeldistel, die Schlafgarbe und die Buschmalve. Stauden haben den großen Vorteil, dass sie mehrjährig und verhältnismäßig pflegeleicht sind. Sie blühen bis in den Herbst hinein. Verblühte Stauden können in der kalten Jahreszeit auch als Unterschlupf für Wildbienen und andere Insekten dienen.
5. Steinklee, auch Honigklee genannt, ist mit seiner langen Blütezeit und seinem hohen Nektargehalt ein wahrer Insektenfreund. Die krautige Pflanze wächst auch auf nährstoffarmen Böden und kann ebenfalls überwintern. Ein perfekter Kandidat für eine “wilde Ecke” in Deinem Garten.
6. Der Sonnenhut ist ein echter Hingucker und auch bei Bestäuberinsekten sehr beliebt.

7. Die Schlehe (auch Schwarzdorn genannt) dient den Insekten im Frühling als Nektarquelle. Das Gehölz ist zudem ein gutes Versteck für andere Kleintiere.

8. Die Heilpflanze Arnika ist besonders gut für Wildbienen und Schmetterlinge geeignet.

9. Krokusse und Schneeglöckchen bringen die Insekten durch den Winter.

Und wie gestalte ich meinen Balkon oder meine Terrasse bienenfreundlich?

Natürlich hat nicht jeder einen großen Garten oder die Möglichkeit, Bäume oder Staudenbeete zu pflanzen. Auch mit Balkonblumen kannst Du Bienen und anderen Insekten einen großen Gefallen tun. Einige der oben genannten Pflanzen lassen sich auch wunderbar im Blumenkübel kultivieren.
Zinnien sind nicht nur für den Menschen ein Blickfang, sondern auch echte Schmetterlings- und Bienenmagnete. Ebenso beliebt sind Kornblumen, Ringelblumen und Klatschmohn. Aber auch Dein Kräuterbeet kann Insekten helfen. Thymian hat eine lange Blütezeit und lockt die Bienen mit seinen kleinen nektarreichen Blüten an. Dasselbe gilt für Basilikum, Rosmarin und Oregano, die die Tiere auch im Herbst noch mit Nektar versorgen. Wenn Du selbst aussähst, findest Du auch Samenmischungen mit Wildblumen speziell für Bienen. Zudem sind mittlerweile in vielen Baumärkten bienenfreundliche Blumen und Saatgut markiert, damit Du sie einfacher findest.

Wie kann ich die Insekten sonst noch unterstützen?

Nektar und Pollen sind wichtig für Insekten, doch sie brauchen auch Wasserquellen und einen Unterschlupf.

Eine Wasserstelle ist im Garten nicht nur für Vögel wichtig, sondern auch für Insekten. Auch sie leiden im Sommer unter der Hitze und Wassermangel. Das Wasser dient ihnen als Abkühlung, Durstlöscher und wird auch für den Bau ihrer Nester gebraucht. 

Wichtig ist dabei allerdings: Insekten benötigen einen sicheren Landeplatz. Sonst besteht die Gefahr, dass sie in dem Wasserbecken ertrinken. Dafür kannst Du in flache Wasserschalen Steine und Moos legen, die bis an die Oberfläche reichen. Das Wasser sollte regelmäßig ausgetauscht werden, damit sich keine Krankheitserreger ausbreiten. 

Insektenhotels bieten einen Unterschlupf und dienen als Nisthilfe. Wähle dafür einen trockenen und sonnigen Standort. Unterschiedliche Füllmaterialien und Lochgrößen sind für unterschiedliche Insekten geeignet.

Entdecke unsere Bienenhäuser und Nisthilfen für Insekten: