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UV-Beständigkeit von Gartenmöbeln


Das Thema Witterungsbeständigkeit ist bei der Anschaffung neuer Gartenmöbel allgegenwärtig. Schließlich sollen sie Dich jahrelang begleiten und optisch gefallen. Doch was ist mit dem Begriff eigentlich gemeint?

Witterungsbeständigkeit

meint generell die Unempfindlichkeit gegenüber den wechselnden Wetterbedingungen an einem bestimmten Standort. Die ersten Bilder, die man dabei im Kopf hat, sind vielleicht Regen, Wind oder Schnee – aber tatsächlich ist der wichtigste Faktor bei Gartenmöbeln die Beständigkeit gegenüber dem Sonnenlicht.

Schließlich verwendest Du Deine Gartenmöbel vor allem im Sommer unter dem freien Himmel. Genau wir unsere Haut sind alle Materialien UV-Strahlung gegenüber nicht “immun”. Als UV-beständig werden Materialien bezeichnet, welche dem Sonnenlicht lange Zeit ausgesetzt sein können, ohne dabei ihr Erscheinungsbild oder ihre Eigenschaften zu verändern. Wir zeigen Dir, welche Materialien wie unter Strahlung reagieren, woran Du hochwertige Gartenmöbel erkennst und wie Du ihre Langlebigkeit erhöhen kannst.

Metalle

Metalle sind grundsätzlich UV-beständig. Wichtig ist jedoch, dass auch die Lackierung oder Beschichtung auf der Metalloberfläche Sonneneinstrahlung standhalten muss. Bei SIENA GARDEN Produkten mit Metall wird in der Regel eine Pulverbeschichtung eingesetzt, die gleichmäßig auf die vorbehandelte Metalloberfläche aufgesprüht wird. So entsteht ein lückenloser Schutz bei einer natürlichen, leicht rauen Oberflächenstruktur.

Holz

Holz durchläuft unter Sonneneinstrahlung einen natürlichen Alterungsprozess. Dabei können sich der Farbton und die Oberflächenstruktur verändern. Jede Holzart nimmt dabei eine individuelle Patina an. Akazie dunkelt häufig nach, Teak wird mit der Zeit silbern. Die Farbveränderungen sind vollkommen unproblematisch, was die Qualität des Holzes angeht. Sollten sie jedoch optisch stören, können sie durch regelmäßiges Ölen eingedämmt werden. Trotzdem wird die Holzoberfläche sich unter dem freien Himmel immer ein wenig verändern – das gehört bei dem Naturprodukt einfach dazu.

HPL

Tischplatten aus High-Pressure-Laminat (HPL) werden aus mehreren Holzfaserschichten zusammengepresst und unter Druck versiegelt. Die oberste Lage bildet eine Dekorplatte. Die Versiegelung sorgt dafür, dass HPL eine hohe Witterungs- und UV-Beständigkeit aufweist. Allerdings können nach sehr langer und intensiver Sonneneinwirkung irgendwann Farbveränderungen auftreten. Hast Du Deinen Tisch also dauerhaft in der Sonne stehen und verwendest dabei Deko auf der Tischplatte, können sich durch das Ausbleichen Flecken bilden. Es lohnt sich daher den Tisch bei Nichtgebrauch abzudecken und in sonnigen Stunden im Schatten zu verwenden. Die Qualität und Oberflächenstruktur werden durch die Sonne jedoch nicht beeinflusst.

Textilien

Dass Textilien in der Sonne ausbleichen, haben wir alle schonmal erlebt. Das passiert bei allen Stoffen, bei einigen jedoch schneller als bei anderen. Man spricht von Lichtechtheit: also der Fähigkeit, den Farbton unter UV-Licht zu erhalten. Die Lichtechtheit wird oft in der sogenannten Wollskala angegeben, die sich nach der DIN-Norm (DIN EN ISO 105-B02) richtet. 1 ist dabei die geringste Farbbeständigkeit, 8 die höchste. Ab einem Wert von 6 kann man von einer guten Lichtechtheit bei Outdoor-Stoffen sprechen. Baumwolle ist als Naturstoff zwar besonders hautfreundlich und angenehm in der Haptik, bleicht aber verhältnismäßig schnell aus. Die Lichtechtheit kann durch den Mix mit Kunststoffen, wie Polyester, erhöht werden. Kunststoffe trocknen zudem auch schneller und zeichnen sich durch eine höhere Witterungsbeständigkeit aus, weshalb sie im Outdoor-Bereich so beliebt sind. Am farbbeständigsten sind unter den Textilien Polypropylen und Acryl. Zusätzlich können bestimmte Verarbeitungsprozesse die Lebensdauer erhöhen. Bei Schirmen wird häufig eine PU- oder PA-Beschichtung verwendet. Spinndüsengefärbte Stoffe haben besonders strahlende Farben, die auch lange strahlend bleiben, da die Farbe tief in die Fasern einzieht. Hochwertige Stoffe und aufwendige Produktionsprozesse erhöhen die Langlebigkeit und Ästhetik der Textilien, schlagen sich aber auch im Preis nieder.

Polyrattan

Geflechtstrukturen sind bei Gartenmöbeln allseits beliebt und gelten als äußerst pflegeleicht. Im Gegensatz zu ihrem natürlichen Vorbild, dem Rattan, sind Gartenmöbel aus künstlichem Polyrattan deutlich witterungsbeständiger. Allerdings wird jeder Kunststoff unter der Sonne irgendwann spröde und brüchig. Der Preis lässt Rückschlüsse auf die Qualität des verwendeten Materials ziehen. Bei hochwertigen Polyrattanmöbeln werden UV-Stabilisatoren eingesetzt. Zudem sind die Stränge sehr eng verflochten, was das Bruchrisiko vermindern kann. Wer besonders lange Freude an seinen Geflechtmöbeln haben möchte, sollte sie in der starken Mittagssonne und bei Nichtgebrauch in den Schatten stellen oder mit einer Schutzhülle abdecken. Diese Maßnahmen können die Lebensdauer des Geflechtes vervielfachen.